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Lucid Trading Buffer Balance: Verlustspielraum und Payout-Schwellen

Berechne den Abstand zur Verlustgrenze getrennt von Lucids Buffer Balance für Auszahlungen. Beispiele zeigen EOD-Änderungen, Pro/Daily-Schwellen und die feste Flex-Grenze beim Payout.

Inhaltsverzeichnis

Ein Lucid-Konto kann im Gewinn liegen und trotzdem kurz vor der Verlustgrenze stehen. Bei einem Kontowert von 51.200 USD und einer aktiven Grenze von 49.800 USD bleiben 1.400 USD Spielraum. Die ursprüngliche Bezeichnung „50K“ sagt dir nicht, wie viel du jetzt noch verlieren kannst.

Lucid verwendet Buffer Balance außerdem für eine Auszahlungsschwelle bei Pro und Daily. Halte diese Schwelle und den Abstand zum Kontoverstoß auseinander. Die folgenden Kontostände sind Rechenbeispiele, keine Trading-Ergebnisse oder empfohlenen Risikobeträge.

Den Abstand zur Verlustgrenze berechnen

Verbleibender Verlustspielraum = aktueller Kontowert − aktive Kontogrenze des Max Loss Limit.

Nimm die aktuelle Grenze für dein Konto und deine Kontophase. Sind alle Positionen geschlossen, rechnest du mit dem Kontostand. Bei offenen Positionen verwendest du den aktuellen Equity- oder Risikowert der Plattform einschließlich offenem P&L und bereits belasteten Gebühren. Ziehe einen offenen Verlust nicht noch einmal ab, wenn er darin schon enthalten ist.

Der MLL-Betrag und die MLL-Kontogrenze sind verschiedene Werte. Ein Verlustlimit von 2.000 USD setzt die anfängliche Grenze eines neuen 50K-Flex-Kontos auf 48.000 USD. Später kann sie deutlich höher liegen. Laut Flex-Drawdown-Regeln wird das Konto bei Erreichen der MLL-Grenze wegen Regelverstoß geschlossen. Bei null verbleibendem Spielraum ist diese Grenze bereits erreicht.

Warum ein höherer Kontostand nicht immer mehr Spielraum schafft

Beim EOD-Drawdown von LucidPro zieht ein neuer höchster Session-Schlussstand die Grenze bis zu ihrem festen Endwert nach oben. Ein niedrigerer Schlussstand senkt sie nicht. EOD bezeichnet die Neuberechnung der Grenze. Du darfst sie auch während der Session nicht erreichen.

Diese Beispielreihe für ein 50K-Pro-Konto beginnt mit einem nachlaufenden Abstand von 2.000 USD. Die Tabelle zeigt jeweils die Grenze nach der Session-Abrechnung:

SessionSchlussstandAktive GrenzeSpielraum
Montag50.580 USD48.580 USD2.000 USD
Dienstag51.120 USD49.120 USD2.000 USD
Mittwoch50.880 USD49.120 USD1.760 USD
Spätere Session52.400 USD50.100 USD, fest2.300 USD

Solange die Grenze noch nachläuft, bleiben an einem neuen Schlusshoch in diesem Beispiel 2.000 USD Abstand. Der Verlust am Mittwoch verringert ihn. Sobald die Grenze feststeht, vergrößern weitere Gewinne den Spielraum, ohne sie erneut anzuheben.

Funded-Konten von LucidDaily haben einen Intraday-Drawdown. Ihre Grenze kann schon während der Session steigen; der Wert von gestern reicht für die Rechnung deshalb nicht aus. Bei Daily-Evaluations gilt die beim Kauf gewählte Drawdown-Variante. Der Drawdown-Abschnitt im Review trennt die Regeln nach Produkt und Phase. Das Pro-Beispiel lässt sich nicht auf jedes Lucid-Konto übertragen.

Welche Konten haben eine Buffer Balance für Auszahlungen?

Pro und Daily geben einen Kontostand vor, der durch eine Auszahlung nicht unterschritten werden darf: Startsaldo plus ursprünglicher MLL-Betrag plus 100 USD.

KontogrößePro / Daily Buffer BalanceKontostand mit 500 USD darüber
25K26.100 USD26.600 USD
50K52.100 USD52.600 USD
100K103.100 USD103.600 USD
150K154.600 USD155.100 USD

Die letzte Spalte prüft nur den Abstand für den Mindestantrag von 500 USD. Bei Pro gelten zusätzlich das Gewinnziel und die Consistency-Regel pro Payout-Zyklus, bei Daily der positive Gewinn seit der letzten Auszahlung. Ein Pro-Kontostand von 52.400 USD liegt 300 USD über dem Puffer und damit unter dem Mindestantrag. Der Abstand zur Verlustgrenze kann trotzdem deutlich größer sein.

Funded Flex verlangt keine Buffer Balance für Auszahlungen. Verlustgrenze und Payout-Bedingungen gelten weiterhin: Dazu gehören qualifizierende Handelstage sowie höchstens 50 Prozent des Gewinns bis zur Obergrenze der jeweiligen Kontogröße. Direct hat eigene Gewinnziele und eine Consistency-Regel; die Pro/Daily-Tabelle gilt dort nicht. Die weiteren Voraussetzungen stehen im Payout-Guide.

Vor einem Payout neu rechnen

Eine Abbuchung senkt den Kontowert. Bleibt die Verlustgrenze unverändert, sinkt der Spielraum um denselben Betrag. Bei Flex kommt eine weitere Regel hinzu: Mit dem Payout-Antrag wechselt die MLL-Grenze auf ihren festen Endwert.

Beispiel: Ein 50K-Funded-Flex-Konto steht bei 52.000 USD, die Grenze bei 50.000 USD. Alle Payout-Voraussetzungen seien erfüllt, ein genehmigter Antrag belastet das Konto mit 500 USD. Danach beträgt der Kontostand 51.500 USD, die feste Grenze 50.100 USD. Es bleiben 1.400 USD Spielraum. Das sind 600 USD weniger als zuvor: 500 USD Abbuchung und 100 USD Anhebung der Grenze. Gerechnet wird mit der Kontobelastung, nicht mit dem nach Profit Split ausgezahlten Nettobetrag.

Ziehe einen beantragten Betrag schon bei der Planung vom Kontostand ab. Pro und Daily weisen darauf hin, dass Verluste zurück in den Payout-Puffer vor der Bearbeitung zur Ablehnung führen können.

Spielraum mit dem geplanten Trade vergleichen

Ein pauschales „ab 1.500 USD sicher“ lässt Positionsgröße und Stop-Abstand außen vor. Rechne zuerst den geplanten Verlust aus:

Stop-Abstand in Ticks × Tick-Wert × Kontraktzahl = Kursverlust am geplanten Stop. Gebühren und mögliche Slippage kommen hinzu.

CME gibt für MNQ 2 USD je Indexpunkt an. Ein Tick von 0,25 Punkten entspricht 0,50 USD. Ein angenommener Stop von 50 Ticks kostet damit vor Gebühren 25 USD je Kontrakt:

PositionEin Stop von 50 TicksVier solche Verluste
1 MNQ25 USD100 USD
3 MNQ75 USD300 USD
5 MNQ125 USD500 USD

Bei 600 USD Spielraum lassen vier Verluste zu je 125 USD noch 100 USD übrig, vor Gebühren und Slippage und bei unveränderter Grenze. Ein weiterer Stop-Verlust von 125 USD würde diesen Rest überschreiten.

Kleinere Positionen verringern den Verlust je Stop. Sie machen aus einem Verlusttrade keinen Pufferaufbau. Eine feste Zahl von Sessions bis zur Erholung lässt sich daraus ebenfalls nicht ableiten.

Diese Werte vor dem nächsten Trade prüfen

  1. Kontoprodukt, Phase und aktive MLL-Kontogrenze prüfen. Läuft die Grenze noch nach oder steht sie bereits fest?
  2. Die Grenze vom aktuellen Risikowert abziehen. Eine beantragte Auszahlung nur abziehen, wenn sie noch nicht im Kontostand erfasst ist. Falls der Antrag die Grenze verändert, mit dem neuen Grenzwert rechnen.
  3. Das Ergebnis mit dem geplanten Stop-Verlust und den Kosten vergleichen. Falls ein Daily Loss Limit gilt, auch dessen verbleibenden Spielraum prüfen. Lucid unterscheidet zwischen einer Session-Sperre am DLL und einem Kontoverstoß am MLL.
  4. Nach Verlusten, einer Auszahlung oder einer Änderung der Grenze neu rechnen. Eine Tabelle kann die Werte festhalten. Sie braucht aber die aktuelle Grenze; eine dauerhaft hinterlegte Formel „höchster Schlussstand minus 2.000 USD“ reicht nicht.

Die nominelle Kontogröße und der Puffer von gestern ersetzen diese aktuellen Werte nicht. Falls Kontostand oder Grenze in der Anzeige unklar sind, kläre die Abweichung mit dem Lucid-Support vor dem nächsten Trade.